Seit Anfang April liegt der Entwurf des Teilplans Erneuerbare Energien (TPEE) zur zweiten Offenlage aus. Die Hohensteiner CDU-Fraktion musste feststellen, dass nicht, wie in allen anderen Kommunen des Landkreises und auch im Kreistag, der TPEE-Entwurf in der Gemeindevertretung diskutiert und eine Stellungnahme der Gemeinde verabschiedet wird. "Dies ist ein Thema von weitreichender politischer Tragweite. Deshalb muss es in der Gemeindevertretung öffentlich diskutiert werden. Offensichtlich will Bürgermeister Daniel Bauer (SPD) das Thema aussitzen oder er hat zumindest kein Interesse an dem Votum der gewählten Gemeindevertreter. Jedenfalls ist aus dem Rathaus nicht mal die Spur eines Gedankens zum bereits seit fünf Wochen öffentlichen Teilplanentwurf zu vernehmen", kritisiert der Fraktionsvorsitzende Christian Stettler die beispiellose Untätigkeit von Bürgermeister Bauer (SPD). Auf Nachfrage teilte dieser mit, eine Stellungnahme müsse noch verfasst werden. Für die CDU kann das nur bedeuten, dass man sich in der Gemeindeverwaltung überhaupt noch nicht mit den Windkraft-Vorrangflächen auf Hohensteiner Gebiet befasst hat. Da die Frist zur Einreichung von Stellungnahmen am 02. Juni abläuft, hat die CDU-Fraktion nun von sich aus einen Antrag zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung am 15. Mai eingebracht, der den Vorstand auffordert, eine Stellungnahme zu entwerfen, die von der Gemeindevertretung zu genehmigen ist. Damit würde die Untätigkeit Bauers eine Sondersitzung der Gemeindevertretung nötig machen, da er offenbar keinen Überblick über die von ihm selbst festgelegten Termine der Gremien in der Gemeinde Hohenstein hat. Die Stellungnahme soll das Ziel verfolgen, alle im aktuellen Entwurf enthaltenen Vorrangflächen für Windkraft in Hohenstein aus dem TPEE zu streichen, indem die jeweils vorliegenden zahlreichen sachlichen Hinderungsgründe herausgestellt werden.

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